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Freitag, 20.09.2019

 

Elemente Pflege 

 

 Die Elemente Pflege werden in den nachfolgenden AEDL 
(Aktivitäten und existentielle Erfahrungen des Lebens) beschrieben: 

  • Vitale Funktionen des Lebens aufrechterhalten
  • Forderung der Atemfähigkeit, des Kreislaufes und der Wärmeregulation
  • Aktivitäten anbieten zur Vermeidung von Folgeerkrankungen, z. B. Atemübungen, Bewegungsübungen,
  • Beratung zur Gestaltung des Alltages, um übermäßige körperliche Anstrengungen zu vermeiden
  • Information über Bewältigungsstrategien und Hilfsmittel
  • BMI-Bestimmung bei allen Bewohnern, bei Problemstellung Wiederholung in festgelegten Abständen

 

Sich bewegen können

  • Hilfestellung dem Grad der Beeinträchtigungen anpassen
  • bei Lebensaktivitäten bei Bedarf unterstützen
  • Hilfsmittel zum Bewegen bereitstellen
  • aktive und passive Bewegungsübungen
  • Aktivitäten während des Tagesablaufes, verblieben Kräfte und vorhandene Ressourcen zur Kräftegewinnung des alten Menschen erfassen
  • Sturzgefährdung unserer Bewohner wird ermittelt und zielgerichtete Maßnahmen ergriffen (Expertenstandard Sturzprophylaxe)

 

Sich pflegen und kleiden

  • Unterstützung entsprechend dem Hilfebedarf anbieten
  • Maßnahmen zum Schutz der Haut durchführen, Einsatz des Expertenstandard Dekubitusprophylaxe
  • Gewohnheiten und Wünsche bezüglich der Körperpflege ermitteln
  • Beachtung der Intimsphäre

 

Essen und Trinken

  • ausgewogene altersgerechte Zusammensetzung der Mahlzeiten unter Berücksichtigung individueller Wünsche
  • Bereitstellung und ggf. Verabreichung von Getränken in ausreichender Menge
  • Diätetische Kostformen entsprechend der ärztlichen Verordnung
  • freie Wahl der Räumlichkeiten zur Speisenaufnahme in einer angenehmen Umgebung
  • Möglichkeiten individuellen Kochens und Backens, auch in der Gemeinschaft
  • Einsatz individuell geeigneter Hilfsmittel zur Nahrungsaufnahme, unter anderem besonders geformtes Besteck für Parkinsonerkrankte, spezielle Trinkbecher

 

 

 

Kommunizieren können

  • Förderung der sozialen Kontakte durch großzügig eingerichtete Sitzecken und Gemeinschaftsräume
  • Einsatz verbaler und nonverbaler Kommunikation bei allen täglichen Verrichtungen
  • Einsatz von Orientierungs- und Hilfsmitteln
  • Kommunikative Einzel- und Gruppenangebote

 Ausscheiden können

  • Förderung der Kontinenz, unter Berücksichtigung des Expertenstandards „Förderung der Kontinenz in der Pflege“
  • Achten einer angemessenen Intimsphäre
  • Einsatz von Hilfsmitteln zur Toilettenbenutzung, z.B. Toilettensitzerhöhung, Halterung bzw. Aufstehhilfe
  • individuelle Inkontinenzversorgung

 Ruhen und Schlafen können

  • für ruhige und bequeme Umgebung sorgen
  • Beachtung des individuellen Ruhe- und Erholungsbedürfnisses
  • Gewohnheiten unterstützen und fördern

Soziale Bereiche des Lebens gestalten
und sich beschäftigen

  • Gewohnheiten und Wünsche berücksichtigen
  • Integration in das soziale Umfeld fördern
  • Mitgestaltung des Tagesablaufes
  • Einbeziehung von Angehörigen, Freunden und Mitbewohnern
  • Freizeitangebote auch außerhalb der Einrichtung nutzen, z.B. Seniorenclub der Stadt und der Kirchgemeinde
  • biographisch bezogene Aktivitäten anbieten

 Sich als Mann oder Frau fühlen

  • Intimbereich beachten, individuelles Schamgefühl und diesbezügliche Wünsche in besonderer Weise wahrnehmen und berücksichtigen
  • Gesprächsbereitschaft, Nähe, Akzeptanz signalisieren

 Für Sicherheit sorgen

  • Krankheitsbedingte Einschränkungen und Gefährdungen erfassen 
  • Rahmen für eine freiheitsgewährleistende Umgebung schaffen
  • Hilfsmittel zur Orientierung, z.B. Handläufe, Beschilderung von Räumen
  • Notrufsystem

  Mit existenziellen Erfahrungen des Lebens umgehen

  • Angstfreiheit durch Prävention erreichenInteressen ermitteln, für Ablenkung sorgen
  • Hilfestellung in Form von Nähe und therapeutisch-pflegerischen Maßnahmen
  • Einbeziehen der Bewohner in Entscheidungen, Information über alle Verrichtungen
  • Unterstützung in Krisensituationen anbieten
  • validierte Gesprächshaltung zeigen

Diese Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens erfassen nicht immer alle Aspekte des ganzen Menschen. Deshalb ist es notwendig, sie zu erweitern und zu modifizieren. Wichtig ist es, die individuellen Pflegeschwerpunkte, Ressourcen und Probleme eines Menschen zu erfassen und in einen ganzheitlichen, vom Willen des alten Menschen getragenen Pflegeprozess umzusetzen.