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Montag, 23.10.2017

 

Pflege

 

Basis unseres Pflegeverständnisses und unseres pflegerischen Handelns ist das Pflegemodell nach Monika Krohwinkel, auch genannt Modell der fördernden Prozesspflege, nach dem wir in den Mobilen Diensten Kempf und im Haus Lauckner arbeiten. Auf diesen wissenschaftlichen Grundlagen beruhen unser Konzept und unser Leitbild. Wir möchten Ihnen die wichtigsten Kernaussagen für die stationäre Pflege, die analog auch für die ambulante Pflege übertragen werden können, vorstellen.

Die Ganzheitlichkeit dieses Modells besagt, dass der Mensch seine Probleme, Bedürfnisse und Fähigkeiten, Mittelpunkt sind. Die Theorie dieses Modells stützt sich auf Aktivitäten und existenzielle Erfahrungen des täglichen Lebens. Es ist ein personenbezogenes, fähigkeits- und förderorientiertes System und orientiert sich wenig an Defiziten. 

 

 

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Oberstes Ziel der Pflege ist, daß der Bewohner seine Bedürfnisse entwickeln kann und mit seinen Fähigkeiten umzugehen weiß. Kann der Bewohner dies nicht mehr selbst, übernimmt die Pflegekraft Verantwortung und stellvertretend das, was der hilfsbedürftige Bewohner selbst tun würde, wenn er das Wissen, den Willen und die Kraft dazu hätte. Bei dieser Realisierung der Lebensaktivitäten ist die Integration der existentiellen Erfahrungen notwendig. Eine gründliche Beobachtung, ein einfühlsames Zuhören ist in diesem Prozess wichtig, ebenso die Sicherung und Gestaltung der prozessfördernden Pflege durch alle am Prozess Beteiligten. 

Fördernde Prozesspflege kann nur erreicht werden, wenn pflegerische Handlungen begründet werden, für andere sichtbar dargestellt und der Mensch ganzheitlich gesehen wird, wenn die Kontinuität der Beziehungen und Pflegeprozesse gewährleistet wird und Unabhängigkeit und Wohlbefinden des Bewohners im Vordergrund stehen.

Im Rahmen der Pflegequalität freuen wir uns besonders, dass wir unseren Bewohner und Kunden durch eine Kooperation mit dem „Brückenteam“ Chemnitz eine palliativmedizinische Betreuung im Haus Lauckner bzw. bei Ihnen zu Hause, ambulant anbieten können. Die Brückenbetreuung ist ein Angebot für unheilbar kranke Patienten in einem fortgeschrittenen Stadium ihrer Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung und deren Angehörige. Die meisten Menschen, die unter einer schweren Krankheit leiden, möchten ihre letzten Lebenswochen, -tage, -stunden in ihrer gewohnten Umgebung und im Kreis ihrer Familie verbringen. Doch viele haben Angst vor Schmerzen, Luftnot oder andere schwere Symptome. Das Ziel des Brückenteams ist es daher, die optimale Behandlung zum Beispiel von Schmerzen und die bestmögliche Lebensqualität für Patient und Angehörige, auch am Lebensende.